Grundsätzlich gilt, dass Bäume gestaltoptimiert wachsen. Das heisst, mit möglichst wenig Holzmasse baut sich der Baum eine stabile Form, die seiner Umgebung (andere Bäume, Gebäude) angepasst ist.
Wird ein Baum plötzlich freigestellt, zum Beispiel weil ein nahe stehender Baum gefällt oder ein schützendes Gebäude entfernt wird, dann verliert er sofort seine optimale Gestalt. Weil nun die Betriebsspannung des Baumes nicht mehr seinem Umfeld angepasst ist, weist der Baum Stabilitätsmängel auf.
Genetisch bedingte Wachstumsvorgänge im Vergabelungsbereich oder an Astansätzen können weitere Gründe für Stabilitätsmängel sein. Es bleiben zahlreiche Beispiele mechanischer Verletzungen, die sowohl im Wurzel-, Stamm- oder Kronenbereich Schwachstellen hervorrufen können. Oft kann ein Baum mit Stabilitätseinbussen durch gezielte Entlastungsschnitte stabilisiert werden. Dabei muss beachtet werden, dass dem Baum genügend Blattmasse bleibt, diese benötigt er, um auf seine Schwachstellen zu reagieren.
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Reicht ein ausgewogener Schnitt nicht aus, um die Sicherheit des Baumes wieder herzustellen, kann in manchen Fällen ein Sicherungsseil zur Stabilisation von geschwächten Vergabelungen eingebaut werden. Diese verletzungsfreien Kronenanker sind dynamisch und lassen zu, dass sich der Baum weiterhin bewegen kann. Die Bewegungen braucht der Baum, um am richtigen Ort mit stabilisierendem Dickenwachstum zu reagieren.
Korrekt eingebaute Kronensicherungen und gezielte Entlastungsschnitte gewähren Sicherheit für das Umfeld und können dazu beitragen, ein Baumleben längerfristig zu erhalten. Kronensicherungen sollten jährlich, mindestens aber alle drei Jahre kontrolliert werden.
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vita arborea installiert schonende Kronensicherungen. |