Es war am Mittwoch, den 14. November 2001. Ein wunderbarer Morgen brach an, während man aufgrund des Wetters der Vortage eigentlich hätte mit Regen rechnen müssen. In aller Frühe brachen wir nach Sissach auf, um unseren ersten Marktstand am Sissacher Märt einzurichten.
Unmittelbar an der Ergolzbrücke hatten wir unseren Stand
zugeteilt bekommen. Dies hatte seinen Grund. Auf dem anliegenden Grundstück
steht eine alte, 20 Meter hohe Pappel, die dringend eines fachmännischen
Schnittes bedurfte. Mit dem Besitzer des Grundstücks waren wir
übereingekommen, dass wir seine Pappel am Markttag schneiden konnten.
Es galt nun abzuwägen, wie sich der Baumschnitt in unmittelbarer Publikumsnähe ohne grössere Absperrungen auswirken würde. Einerseits hatten wir die Chance, zu beweisen, wie präzise mit unserer Klettertechnik geschnitten werden konnte, anderseits mussten wir damit rechnen, dass das Schneiden ohne Absperrungen von gewissen Leuten als verantwortungslos eingeschätzt werden würde.
![]() das Gerät |
![]() Fabian, Dani.. |
![]() ..und Mark |
Unsere Mannen arbeiteten dann jedoch mit solcher Professionalität, dass unsere Befürchtungen schnell zerstreut waren. Das Publikum war begeistert, obschon es dem einen oder anderen sicher gruselte beim Gedanken, selbst da oben in den Ästen herumturnen zu müssen.
Danke!Viele Freunde und Berufskollegen haben am Gelingen dieses Tags mitgewirkt. Spezieller Dank gebührt:
Sie haben ihr Fachwissen und brillantes Können für vita arborea präsentiert. Danke! |
![]() eingespielt |
![]() artistisch |
Mit von der Mannschaft war auch Mark Bridge, amtierender Schweizer Meister im Baumklettern. Er liess es sich nicht nehmen, zwischendurch eindrückliche Demonstrationen seines Könnens zu geben. In über 15 Metern traversierte er elegant von Etage zu Etage.
![]() Mark im Einstieg |
![]() noch höher |
![]() Einzel- leistung |
![]() und dennoch stets im Team |
Bei aller Kletterkunst achteten alle darauf, ausnahmslos jeden Schnitt präzise und sauber auszuführen. Wie sich schlecht ausgeführte Schnitte auswirken, zeigten wir an unserem Markstand anhand echter Muster von Fehlschnitten und deren Konsequenzen. Eine umfangreiche Sammlung vieler holzzersetzender Pilze rundete die Ausstellung ab, welche grosse Beachtung beim Publikum fand.
![]() Schnittbilder anschaulich |
![]() echte Schädlinge |
![]() lehrreiches Material |
![]() aufwändig präpariert |
Bis in den Abend hinein besuchten uns die Marktgänger und es ergaben sich viele interessante Kontakte und Offertanfragen. Ein unvergesslicher, wegweisender Tag für unseren Betrieb.